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Schlechte Chancen für Mütter

Eine Untersuchung der Wirtschafts- und Arbeitsforschung West zeigt: Obwohl Betriebe, die Frauen mit Kindern Möglichkeiten und Aufstiegschancen bieten, wirtschaftlich höchst erfolgreich sind, kämpfen Tiroler Mütter am Arbeitsmarkt mit finanzieller Benachteiligung.

Brach liegendes Potenzial

In Tirol sind rund 174.000 Frauen erwerbsaktiv.
Von den 27.000 marktorientierten Tiroler Betrieben brauchen 19.700 Betriebe die Mitarbeit von Frauen, um sich am Markt zu behaupten.

Schlechte Bezahlung

Trotzdem sind Frauen auch hierzulande nach wie vor Arbeitskräfte zweiter Klasse.

Mehr als ein Drittel aller Frauen mit Kind verdienen weniger als EUR 1.000,- brutto im Monat.

Frauen im Alter von 50 Jahren ohne Kind verdienen um ein Drittel mehr als gleichaltrige Frauen mit Kind. Dieser Unterschied zeichnet sich bereits im Alter von 30 Jahren ab.

Im Schnitt sind die Frauen bloß etwas mehr als sechs Monate im Jahr beschäftigt.

Erfolgreiche Frauenbeschäftigung

Die erfolgreichsten Tiroler Betriebe beschäftigen Frauen mit Kind und ermöglichen ihnen einen raschen Aufstieg. Diese Betriebe haben die Zahl ihrer Arbeitsplätze um mehr als 10% (seit 1999) aufgestockt, während im Vergleich dazu alle marktfinanzierten Betriebe ihre Arbeitsplätze um 3,5% erweitert haben. Tatsache ist: Betriebe, die Frauen mit Kind beschäftigen, ihnen einen raschen Aufstieg ermöglichen und sie mit mehr als EUR 2.000,- brutto im Monat entlohnen, sind erfolgreich.

Vereinbarkeit als Chance für Tirol

Das berufliche Engagement von Frauen rechnet sich. Es lohnt sich für Tiroler Unternehmen, sich an den Besten ihrer Branche zu orientieren. Eine zukunftsorientierte Gesellschaft setzt alle Hebel in Bewegung, um für Frauen mit Kind Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen: Tirol kann damit seine wirtschaftliche Leistungskraft steigern.

Download der Studie